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Der Kanal für vergessene Worte, Gedichte und Zitate der deutschen Sprache. Zum Schutz und zur Bewahrung deutscher Kultur.

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    22 Sept, 06:56

    Glück 🍀Glück ist gar nicht mal so selten, Glück wird überall beschert, vieles kann als Glück uns gelten, was das Leben uns so lehrt.Glück ist jeder neue Morgen, Glück ist bunte Blumenpracht, Glück sind Tage ohne Sorgen, Glück ist, wenn man fröhlich lacht.Glück ist Regen, wenn es heiß ist, Glück ist Sonne nach dem Guss, Glück ist, wenn ein Kind ein Eis isst, Glück ist auch ein lieber Gruß.Glück ist Wärme, wenn es kalt ist, Glück ist weißer Meeresstrand, Glück ist Ruhe, die im Wald ist,
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    20 Sept, 08:05

    Das Wort zum Sonntag! ❤️Ein Techtelmechtel klingt harmlos-charmant – dabei steckt in seiner Geschichte ein regelrechtes Geheimnis.Das Wort ist seit dem 19. Jahrhundert belegt und geht auf das ältere österreichische „Dechtlmechtl" (Ende des 18. Jahrhunderts) zurück, das ein geheimes Einverständnis bezeichnete. Die genaue Herkunft gilt als ungeklärt, meist wird sie jedoch auf das italienische „a teco meco" zurückgeführt – wörtlich „(ich) mit dir, (du) mit mir", verwandt mit dem lateinischen „tecum" und „mecum". Gemeint war ursprünglich also ein Gespräch, ein Einverständnis unter vier Augen.Aus diesem heimlichen Zwiegespräch wurde im Laufe der Zeit die unverbindliche Liebschaft, die wir heute kennen: ein Flirt, eine kleine Liebelei, nichts Ernstes – aber eben auch nichts, das man jedem auf die Nase bindet.Hatten Sie auch schon einmal ein Techtelmechtel, von dem später alle wussten?
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    18 Sept, 04:01edited

    Quelle: Einleitung zu „Über die Kawi-Sprache auf der Insel Java" (1836) – Humboldts berühmteste sprachphilosophische Aussage und bis heute einer der meistzitierten Sätze der deutschen Sprachwissenschaft.Wilhelm von Humboldt (1767–1835), Sprachforscher und jüngerer Bruder des Naturforschers Alexander von Humboldt, widmete sein Spätwerk der Frage, wie eng Sprache und Denken miteinander verbunden sind.Für ihn war Sprache niemals nur ein Werkzeug zur Verständigung, sondern Ausdruck dessen, wie Menschen die Welt wahrnehmen, ordnen und begreifen.✨ ✨ ✨Der Buttervogel glaubt deshalb, dass es so wichtig ist, unsere Sprache zu pflegen, sie lebendig zu halten und ihren Reichtum zu bewahren – damit mit ihr nicht auch ein Stück unseres Denkens und unseres Geistes verloren geht. 🙏🏻Wie sehen Sie das?➡️ Sie lieben die deutsche Sprache. Dann folgen Sie dem BUTTERVOGEL. 🦋
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    16 Sept, 04:59

    Dialektwort der Woche: Die Grumbeer 🥔In der Pfalz, im Saarland und in Baden sagt man nicht „Kartoffel", sondern „Grumbeer" oder „Grumbeere" – wörtlich übersetzt „Grundbirne", weil die Knolle im Boden („Grund") wächst und ungefähr die Form einer Birne hat.Der Name setzte sich seit dem 18. Jahrhundert durch, um die Kartoffel von der ähnlich benannten Topinambur (damals „Erdapfel" genannt) zu unterscheiden. Je nach Gegend gibt es zahlreiche Lautvarianten: „Grombeere" im Saarland, „Grambeere" in der Nordpfalz, „Grambiere" im Südwesten der Pfalz.Eine der schönsten Wortgeschichten überhaupt: Pfälzer Auswanderer nahmen den Begriff im 18. Jahrhundert mit auf ihre Reise in den Donauraum – bis heute heißt die Kartoffel in mehreren südslawischen Sprachen „Krumpir" oder „Krompir". Ein pfälzisches Dialektwort, das über Jahrhunderte und Ländergrenzen hinweg gewandert ist.Sagen Sie auch
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    13 Sept, 08:03

    Das Wort zum Sonntag!„Nur gemach, nur gemach!" – wer diesen Zuruf noch kennt, kennt ein Wort, das aus unserem heutigen Sprachgebrauch fast verschwunden ist.Ursprünglich war „gemach" ein Adjektiv: Das althochdeutsche „gimah" (8. Jahrhundert) bedeutete passend, geeignet, bequem – eine Bildung zum Verb „machen", das damals noch zusammenfügen, zusammenbringen hieß. Gemach meinte also wörtlich das, was sich gut fügt, was zusammenpasst. Daraus wurde im Mittelhochdeutschen „gemach" für bequem, ruhig, langsam – man ermahnte sich damit gegenseitig zur Gelassenheit, ganz ohne Eile.Erst später entstand daraus das Substantiv „das Gemach" – der Ort, an dem man eben jene Bequemlichkeit findet: das Zimmer, die Wohnung. Bis heute klingt die alte Bedeutung nach in „gemächlich" (gemütlich, ohne Hast) und in „Ungemach" (Kummer, Unbequemlichkeit).Vielleicht ist der Sonntag ja der perfekte Tag, um
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    11 Sept, 04:01

    Septembermorgen (1827)Im Nebel ruhet noch die Welt, Noch träumen Wald und Wiesen; Bald siehst du, wenn der Schleier fällt, Den blauen Himmel unverstellt, Herbstkräftig die gedämpfte Welt In warmem Golde fließen.Eduard Mörike (1804–1875)🍃🍃🍃Eduard Mörike schrieb dieses Gedicht 1827, ein Jahr nachdem er sein Theologiestudium abgeschlossen hatte. In dieser Zeit zog er als Vikar durch verschiedene Orte in Württemberg und suchte zugleich nach seinem Weg als Schriftsteller.Aus dieser von Unsicherheit und Veränderung geprägten Zeit entstand eines der bekanntesten deutschen Herbstgedichte.Sechs Zeilen für einen einzigen Augenblick: den Moment, in dem sich der Nebel hebt, der Schleier fällt und die Welt dahinter plötzlich in warmem Gold erscheint.Manchmal braucht es eben nur einen
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    9 Sept, 05:04

    Dialektwort der Woche: Die Molle 🍺In Berlin bestellt man kein „Bier", sondern „eine Molle" – gerne noch ergänzt um „mit Korn", den kleinen Schnaps dazu. Auf ein bestimmtes Glas legt man sich dabei übrigens nicht fest: Die Molle kommt aus der Tulpe, der Kugel oder dem Humpen – Hauptsache, sie ist da.Das Wort hat eine überraschend lange Reise hinter sich: Es geht zurück auf das lateinische „mulctra" – ein Melkgefäß, abgeleitet vom Verb „mulgēre" (melken). Über mittelniederdeutsche Formen wie „molde" und „molle", die zunächst Milch- oder Butterkübel und Backtröge bezeichneten, gelangte das Wort schließlich ins Berlinische, wo es seit dem 19. Jahrhundert für ein Bierglas steht.Vom Melkkübel zum Feierabendbier – eine Wortgeschichte, die zeigt, wie sich Bedeutungen über Jahrhunderte wandeln können.Wie nennt man ein Bier in Ihrer Region? Gibt es auch bei Ihnen ein eigenes Wort dafür?
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    6 Sept, 08:05

    Das Wort zum Sonntag!Der Flegel steckt tief in der bäuerlichen Arbeitswelt: Das althochdeutsche „flegil" (10. Jahrhundert) bezeichnete ursprünglich das Dreschgerät, mit dem Getreide von der Spreu getrennt wurde – der Name geht auf das lateinische „flagellum" („Peitsche, Geißel") zurück, wegen der ähnlichen schwingenden Bewegung beim Dreschen.Schon im 16. Jahrhundert wurde aus dem Werkzeug ein Schimpfwort: Wer sich ungehobelt benahm, wurde selbst zum „Flegel" – der Bauer wurde abwertend mit seinem eigenen Arbeitsgerät gleichgesetzt. Im 17. Jahrhundert kam „Flegelei" für grobes Benehmen hinzu, und erst im 18. Jahrhundert bürgerte sich „Flegeljahre" als Wort für die Zeit jugendlicher Unreife ein – jene Phase zwischen Kindheit und Erwachsensein, in der man gerne einmal über die Stränge schlägt.Eine besonders schöne Fährte führt von hier zu Jean Paul: Sein unvollendeter Roman
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    4 Sept, 05:01

    „Sprache ist der volle athem menschlicher seele, wo sie erschallt oder in denkmälern geborgen ist, schwindet alle unsicherheit über die verhältnisse des volks, das sie redete, zu seinen nachbarn."Jacob Grimm, "Geschichte der deutschen Sprache", 1848Jedes Wort, das wir sprechen, trägt ein Stück unserer Geschichte in sich – die unserer Familie, unserer Heimat, unseres ganzen Volkes. Wenn wir sprechen, atmen wir gewissermaßen unsere Herkunft mit aus.Jacob Grimm, der gemeinsam mit seinem Bruder Wilhelm nicht nur Märchen sammelte, sondern auch das große Deutsche Wörterbuch begründete, wusste das wie kaum ein anderer: Sprache ist kein starres System. Sie lebt, verändert sich, wandert von Mensch zu Mensch und wird immer wieder neu geformt – von denen, die vor uns sprachen, von uns selbst und von denen, die nach uns kommen.Vielleicht ist genau das der Grund, warum ein einzelnes, fast
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    2 Sept, 04:59

    Dialektwort der Woche: Plietsch 💡Im Norden Deutschlands lobt man einen klugen Kopf nicht einfach als „schlau“, sondern als „plietsch“.Das Wort hat eine überraschende Herkunft: Es entstand im Niederdeutschen als Zusammenziehung aus „polietsch“ – der mittelniederdeutschen Form von „politisch“. Gemeint war ursprünglich jemand, der politisch beziehungsweise weltklug und staatskundig war. Über die Zeit entwickelte sich daraus die heutige Bedeutung von „plietsch“: schlau, pfiffig und gewitzt.Ein schönes Beispiel dafür, wie aus einem eher nüchternen Begriff wie „politisch“ im Lauf der Sprachgeschichte ein warmes, anerkennendes Lob werden konnte. Ob man heute allerdings noch so einige Politiker als „plietsch“ bezeichnen würde, sei mal dahingestellt. 😉Nennt man in Ihrer Region einen klugen Menschen auch mit einem eigenen Dialektwort? 💡 💡 💡Nächste Woche flattert der Buttervogel in
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    31 Aug, 05:00

    Ende August (1908)Noch einmal hat, auf den wir schon verzichtet, Der Sommer seine Kraft zurückgewonnen; Er strahlt, zu kürzern Tagen wie verdichtet, Er prahlt mit glühend wolkenlosen Sonnen.So mag ein Mensch am Ende seines Strebens, Da er enttäuscht sich schon zurückgezogen, Noch einmal plötzlich sich vertraun den Wogen, Wagend im Sprung die Reste seines Lebens.Ob er an eine Liebe sich verschwende, Ob er zu einem späten Werk sich rüste, In seine Taten klingt, in seine Lüste Herbstklar und tief sein Wissen um das Ende.Hermann Hesse (1877 - 1962)🍃 🍂 🍃
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    30 Aug, 08:01

    Das Wort zum Sonntag!Historische deutsche Namen für den September sind „Scheiding“, „Herbstmond“, „Herbsting“, „Holzmonat“ und „Engelmonat“.Aber warum heißt der September eigentlich September, obwohl er der neunte Monat ist? Das „Sept“ kommt vom lateinischen „septem“ und bedeutet „sieben“. Im alten römischen Kalender begann das Jahr nämlich mit dem März, sodass der September ursprünglich an siebter Stelle stand.Mit der Kalenderreform von Julius Cäsar im Jahr 45 v. Chr. wurde das Jahr auf zwölf Monate geordnet. Januar und Februar standen nun am Jahresanfang – und die bisherigen Monatsnamen rückten nach hinten. So wurde aus dem siebten Monat der neunte, aus dem achten der zehnte und aus dem zehnten der zwölfte Monat.Der Name blieb – und so zählen wir heute im September immer noch mit einer alten römischen „Sieben“ im Namen.Der Buttervogel wünscht Ihnen nächste Woche einen guten
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    28 Aug, 18:07edited

    Vermächtnis (1829) (Auszug)Kein Wesen kann zu Nichts zerfallen! Das Ew'ge regt sich fort in allen, Am Sein erhalte dich beglückt! Das Sein ist ewig: denn Gesetze Bewahren die lebend'gen Schätze, Aus welchen sich das All geschmückt.Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)🍃 🍃 🍃Der Buttervogel widmet dieses Gedicht seinem leider verstorbenen Mentor – für die vielen Gespräche über die großen Fragen dieser Welt.Wenn du jetzt herabschaust: Diese Zeilen sind für dich. Danke für deine Lebensweisheit, deine Lebensfreude und deinen Rat.Deine „kleine Lady“ 🤗
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    26 Aug, 05:01

    Dialektwort der Woche: Der Klaaf 💬In Köln und dem Rheinland sagt man nicht „ein Schwätzchen", sondern „ne Klaaf" – eine kleine, unterhaltsame Plauderei über die Nachbarschaft und das Leben, positiv besetzt und ganz ohne Tiefgang.Das Verb „klaafe" bedeutete ursprünglich wörtlich „den Mund offen halten" – eine Bedeutung, die im heutigen Sprachgebrauch fast verloren gegangen ist. Wenn zwei sich angeregt unterhalten, dann „klaafe" sie; kommt jedoch üble Nachrede dazu, wird daraus schnell „schwaade" statt „klaafe" – die Kölner unterscheiden also fein zwischen harmlosem Plausch und Klatsch.Am Gartenzaun, an der Theke oder beim Bäcker – überall dort hält man im Rheinland gerne mal eine Klaaf.Wie nennt man in Ihrer Region ein kurzes, unterhaltsames Gespräch mit den Nachbarn?💬 💬 💬Nächste Woche flattert der Buttervogel in den Norden unserer Heimat.➡️ Sie lieben die deutsche
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    25 Aug, 06:02edited

    Der Schmetterling ist in die Rose verliebt (1844)Der Schmetterling ist in die Rose verliebt, Umflattert sie tausendmal, Ihn selber aber, goldig zart, Umflattert der liebende Sonnenstrahl.Jedoch, in wen ist die Rose verliebt? Das wüßt ich gar zu gern. Ist es die singende Nachtigall? Ist es der schweigende Abendstern?Ich weiß nicht, in wen die Rose verliebt; Ich aber lieb euch all': Rose, Schmetterling, Sonnenstrahl, Abendstern und Nachtigall.Heinrich Heine (1797 - 1856)🦋 ❤️ 🌹
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    23 Aug, 08:02

    Das Wort zum Sonntag!„Lind um seine Schläfen schmiege Sich ein Traum von alten Tagen“Anton Alexander Graf von Auersperg; „Pinie und Tanne“ (1837)Heute verbinden wir „lind“ mit etwas Mildem, Sanftem und Angenehmem. Doch seine Wortgeschichte führt ursprünglich zu etwas Biegsamem und Nachgiebigem.Auch die Linde gehört zu dieser Wortfamilie. Ihr Name wird mit ihrem weichen und biegsamen Bast in Verbindung gebracht.Selbst der Lindwurm führt uns sprachgeschichtlich in eine ähnliche Richtung: Das althochdeutsche „lint“ konnte „Schlange“ oder „Drache“ bedeuten – etwas, das sich biegt und windet.So verbindet ein kleines Wort sanfte Milde, einen Baum und einen sagenhaften Drachen. 🌿🐉Genießen Sie Ihren Sonntag! ☀️➡️ Sie lieben die deutsche Sprache. Dann folgen Sie dem BUTTERVOGEL. 🦋
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    21 Aug, 05:44

    „Was man nicht aufgibt, hat man nie verloren.“ Friedrich von SchillerEs sind herausfordernde Zeiten. Vieles, was uns lange selbstverständlich erschien, scheint plötzlich unsicher – in der Gesellschaft und manchmal auch ganz persönlich.Gerade dann lohnt es sich, nicht vorschnell aufzugeben, was uns wichtig ist: Zusammenhalt, Freiheit, Zuversicht und der Glaube an eine gute Zukunft.Denn nicht jeder Umweg ist ein Irrweg. Manches braucht einfach Zeit, Geduld und den Mut, weiter daran festzuhalten.Der Buttervogel wünscht Ihnen die Kraft, auch in bewegten Zeiten den Blick nach vorn zu richten und das Gute nicht aus den Augen zu verlieren. 🦋➡️ Sie lieben die deutsche Sprache. Dann folgen Sie dem BUTTERVOGEL. 🦋
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    19 Aug, 05:03

    Dialektwort der Woche: Der Oachkatzlschwoaf 🐿In Bayern sagt man nicht „Eichhörnchenschwanz", sondern „Oachkatzlschwoaf" – zusammengesetzt aus „Oachkatzl" (Eichhörnchen) und „Schwoaf" (Schwanz).Interessant: „Oachkatzl" gehört zur älteren Wortfamilie „Eichkätzchen"/„Eichkater", die man heute vor allem in Altbayern, Österreich und Südtirol hört – während sich im übrigen deutschen Sprachraum die Form „Eichhörnchen" durchgesetzt hat. Beide Namen gehen vermutlich auf das alte Wort „aig" zurück, das „heftig, schnell bewegt" bedeutet – mit der Eiche selbst haben sie ursprünglich gar nichts zu tun. Erst später wurde der Name volksetymologisch an den Baum angelehnt.Berühmt ist das Wort vor allem als Schibboleth: Bayern und Österreicher stellen Zuagroaste (Zugezogene) gerne mit der korrekten Aussprache auf die Probe – die Konsonanten- und Vokalfolge gilt selbst für geübte
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    18 Aug, 07:18edited

    Für meine Söhne (1854)Hehle nimmer mit der Wahrheit! Bringt sie Leid, nicht bringt sie Reue; Doch, weil Wahrheit eine Perle, Wirf sie auch nicht vor die Säue.Blüte edelsten Gemütes Ist die Rücksicht; doch zuzeiten Sind erfrischend wie Gewitter Goldne Rücksichtslosigkeiten.Wackrer heimatlicher Grobheit Setze deine Stirn entgegen; Artigen Leutseligkeiten Gehe schweigend aus den Wegen.Wo zum Weib du nicht die Tochter Wagen würdest zu begehren, Halte dich zu wert, um gastlich
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    16 Aug, 08:04

    Das Wort zum Sonntag!Ein „Haudegen“ war ursprünglich gar kein Mensch, sondern eine Waffe: ein degenartiges Hiebschwert, das nicht zum feinen Stoß, sondern zum kräftigen Hieb geführt wurde. Erst später wurde die Bezeichnung auf denjenigen übertragen, der damit kämpfte.Heute muss ein Haudegen längst kein Soldat mehr sein. Gemeint sein kann ein erfahrener, unerschrockener und zäher Mensch – manchmal anerkennend, manchmal augenzwinkernd.Auch Gotthold Ephraim Lessing verwendete das Wort bereits 1772 in „Emilia Galotti“: „Ein alter Haudegen; stolz und rauh; sonst bieder und gut.“ (1. Aufzug, 4. Auftritt).Kennen Sie einen echten Haudegen? 😉 Genießen Sie Ihren Sonntag! 🌻➡️ Sie lieben die deutsche Sprache. Dann folgen Sie dem BUTTERVOGEL. 🦋
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